Mozart in Italien – Werke von Mozart, Ferlendis und Wolf-Ferrari
Giuseppe Ferlendis: Sinfonia in Es-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zu »Die Entführung aus dem Serail« KV 384 / Konzert für Oboe und Orchester C-Dur KV 314 / Sinfonie Nr. 13 F-Dur KV 112
Ermanno Wolf-Ferrari: Serenade für Streichorchester
»Welche Wonne, welche Lust« tönt es aus Mozarts Singspiel »Die Entführung aus dem Serail«. Doch hat Mozart die Musik der berühmten Blonde-Arie gestohlen …glücklicherweise nur von sich selbst. Sie stammt aus seinem einzigem Oboenkonzert, das bis zur sensationellen Wiederentdeckung Mitte des 20. Jahrhunderts verschollen war. Italien spielte für den jungen Komponisten eine große Rolle. Schon früh fuhr die Familie auf große Konzertreisen in den Süden. Mit gerade einmal 15 Jahren komponierte das Wunderkind bereits seine 13. Sinfonie, die letzte von mutmaßlich vier »italienischen Sinfonien« aus dieser Zeit – und die einzige nachgewiesen authentische. Ermanno Wolf-Ferrari wurde in Venedig als Sohn eines deutschen Vaters und einer italienischen Mutter geboren. Zeit seines Lebens fühlte er sich zwischen den beiden Kulturen hin- und hergerissen und verband in sich den tief empfundenen deutschen Ernst mit dem sonnigen, italienischen Belcanto. Etwas, das man auch in seiner in München komponierten Streicherserenade deutlich erkennen kann.
Spielort: Saalfeld, Schlosskapelle, Rudolstadt, Löwensaal
Oboe: Maria Fernanda Hernández Escobar
Dirigent: Maurizio Colasanti
Es spielen: Thüringer Symphoniker