»Ewig dein, ewig mein, ewig uns« – zum 200. Todestag Ludwig van Beethovens
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73 (1809) / Rondo a capriccio op. 129 »Die Wut über den verlorenen Groschen«(1795) / Lento assai aus dem Streichquartett Nr. 16 op. 135 (1826) / Marcia alla turca aus »Die Ruinen von Athen« op. 113 (1811) / Auszüge aus der Klaviersonate Nr. 14 op. 27 Nr. 2 »Mondscheinsonate« (1806) / Auszüge aus der Wellington Sinfonie op. 91 (1813)
Rodion Schtschedrin: Beethovens Heiligenstädter Testament. Symphonisches Fragment für Orchester (2008)
Ein Ausspruch aus Beethovens Briefen steht über diesem Abend – leidenschaftlich, kompromisslos, ganz er selbst. Vor 200 Jahren starb der wohl eigenwilligste Titan der Musikgeschichte: revolutionärer, pathetischer Geist, empfindsamer Idealist, berüchtigt für sein in sich gekehrtes Grummeln – und zugleich zutiefst berührbar. Geboren in Bonn, gefeiert in Wien, trotzte Beethoven einer zunehmend grausamen Ertaubung und rang der Welt dennoch Klang gewordene Utopien ab. Er liebte die Freiheit, die Natur, den starken Kaffee – und die Menschheit, vermutlich mehr als den Menschen im Einzelnen. Im Zentrum des Konzerts steht nicht Beethoven der Sinfoniker, sondern Beethoven der Pianist. Sein 5. Klavierkonzert Es-Dur op. 73, das sogenannte »Emperor«-Konzert, hat einen Beinamen, den nicht Beethoven, sondern spätere Bewunderer prägten. 1809, während Wien unter dem Beschuss durch Napoleons Armee litt, entstand dieses Werk von heroischer Weite. Gleich zu Beginn sprengt das Klavier mit machtvollen Akkorden die gewohnte Form, als wolle es die Gattung neu erfinden. Beethoven, selbst schon zu schwerhörig, um noch öffentlich zu spielen, schrieb hier ein Konzert von symphonischer Größe: strahlend, kämpferisch – und im innigen Mittelsatz von entrückter Schönheit. Neben diesem sinfonischen Prachtwerk stehen Bearbeitungen, Paraphrasen, Instrumentationen seiner (Klavier-)Musik und auch ein eher selten zu hörender Beethoven. Er wirkt nach – bis heute. Beethoven: Ewig dein, ewig mein, ewig uns.
Spielort: Meininger Hof, Saalfeld
Klavier: Romain Descharmes
Moderation: Steffen Mensching
Dirigent: Oliver Weder
Es spielen: Thüringer Symphoniker
Fr, 19.02.2027, 19:30 Uhr
Meininger Hof, Saalfeld
Sa, 20.02.2027, 19:30 Uhr
Meininger Hof, Saalfeld