Die wundersame Allianz von Schiller und Goethe
Stück von Michael Kliefert
Für Goethe war es ein »glückliches Ereignis«, für Schiller das »schönste Glück« seines Lebens. Aus der Begegnung der beiden Geistesantipoden entstand eine der kreativsten Allianzen der deutschen Literatur- und Theatergeschichte: Nach anfänglicher Distanz verband sie ein nahezu pausenloser Dialog. Kaum eine Woche verging, ohne dass sie einander schrieben oder sich mündlich verständigten. Hätte Schillers früher Tod diese über ein Jahrzehnt währende Zusammenarbeit nicht abrupt beendet, man müsste ihre Werke wohl in der Art der Marx-Engels-Ausgabe herausgeben – so eng war ihr Denken und Schreiben miteinander verflochten. Am Ort ihres ersten Handschlags, in Rudolstadt, lebt dieser große Dialog nun neu auf. Im Schminkkasten treffen Goethe und Schiller aufeinander – leidenschaftlich, streitbar, vertraut. Auf dem Spiel stehen die großen Fragen der Kunst, der Philosophie, der Wissenschaft und der Politik, ebenso wie die kleinen, zutiefst menschlichen Themen des Alltags: Familie, Zweifel, Nöte und Hoffnungen.
Das Stück von Michael Kliefert basiert auf über eintausend Briefen, zeitgenössischen Dokumenten und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ein Theaterabend über Freundschaft und Rivalität, über Inspiration und Reibung – und über zwei Klassiker, deren lebendiger Austausch immer noch staunen macht.
Roland H. Dippel hebt im Theatermagazin Die Deutsche Bühne die auf »über tausend Briefen und zeitgenössischen Dokumenten« basierende Quellenarbeit hervor – für Michael Kliefert ein »Spaziergang durch seine immensen Kenntnisse«. Trotz der Fülle bleibe die Inszenierung konzentriert und das Publikum werde somit zum Weiterdenken angeregt. Besonders hebt Dippel die »überaus lebhafte Interaktion« von Marcus Ostberg als Schiller und Jochen Ganser als Goethe hervor. Die Inszenierung zeige die unterschiedlichen Charaktere ebenso wie die Spannungen zwischen den beiden. Das Publikum werde mit der Erkenntnis belohnt, »wie aktionsintensiv und am Puls der Zeitgeschichte Goethe und Schiller dachten, schrieben und agierten«. Auch die Gestaltung des Abends findet Anerkennung: Ronald Winters Ausstattung und die Kostüme orientieren sich an historischen Porträts. Die beiden Darsteller kämen den landläufigen Vorstellungen von Goethe und Schiller nahe und nähmen zugleich »im Spiel eine unspektakulär individuelle wie detailversessene Haltung« ein. Abschließend sieht Dippel in »Das Stück vom Glück« das Potenzial, »zum langjährigen Dauerbrenner der gesamten Kulturregion« zu werden. Die ausführliche Kritik zum Nachlesen findet sich online hier.
Premiere: 04.09.2026
Spielort: Schminkkasten, Rudolstadt
Roland H. Dippel hebt im Theatermagazin Die Deutsche Bühne die auf »über tausend Briefen und zeitgenössischen Dokumenten« basierende Quellenarbeit hervor – für Michael Kliefert ein »Spaziergang durch seine immensen Kenntnisse«. Trotz der Fülle bleibe die Inszenierung konzentriert und das Publikum werde somit zum Weiterdenken angeregt. Besonders hebt Dippel die »überaus lebhafte Interaktion« von Marcus Ostberg als Schiller und Jochen Ganser als Goethe hervor. Die Inszenierung zeige die unterschiedlichen Charaktere ebenso wie die Spannungen zwischen den beiden. Das Publikum werde mit der Erkenntnis belohnt, »wie aktionsintensiv und am Puls der Zeitgeschichte Goethe und Schiller dachten, schrieben und agierten«. Auch die Gestaltung des Abends findet Anerkennung: Ronald Winters Ausstattung und die Kostüme orientieren sich an historischen Porträts. Die beiden Darsteller kämen den landläufigen Vorstellungen von Goethe und Schiller nahe und nähmen zugleich »im Spiel eine unspektakulär individuelle wie detailversessene Haltung« ein. Abschließend sieht Dippel in »Das Stück vom Glück« das Potenzial, »zum langjährigen Dauerbrenner der gesamten Kulturregion« zu werden. Die ausführliche Kritik zum Nachlesen findet sich online hier.
Regie: Michael Kliefert
Bühne und Kostüme: Ronald Winter
Schiller: Marcus Ostberg
Goethe: Jochen Ganser
Sa, 12.09.2026, 20:00 Uhr
Schminkkasten, Rudolstadt
So, 20.09.2026, 18:00 Uhr
Schminkkasten, Rudolstadt
ausverkauftRestkarten ggf. an der Abendkasse
Sa, 10.10.2026, 20:00 Uhr
Schminkkasten, Rudolstadt
Fr, 30.10.2026, 20:00 Uhr
Schminkkasten, Rudolstadt
Fr, 06.11.2026, 20:00 Uhr
Schminkkasten, Rudolstadt
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