Der Waffenschmied

Komische Oper in drei Akten von Albert Lortzing

nach Friedrich Wilhelm Zieglers Lustspiel »Liebhaber und Nebenbuhler in einer Person« / Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig

Liebe, List und Lustigkeit – das gehört bei Lortzing zusammen. Aus Anlass des 225. Geburtstages und 175. Todestages des Meisters der deutschen romantischen Spieloper bringen die Thüringer Symphoniker gemeinsam mit der HMT Leipzig seine komische Oper »Der Waffenschmied« auf die Bühne. Hauptperson darin ist Graf von Liebenau. Bei dem ist der Name Programm. Denn nur der Liebe wegen ist der Hochwohlgeborene im Worms des 16. Jahrhunderts in die Rolle des einfachen Schmiedegesellen Konrad geschlüpft. Marie Stadinger, die Tochter des Chefs, hat es ihm gehörig angetan. Und um auf Nummer sicher zu gehen, tritt Konrad gleich in zwei Rollen in Erscheinung. Er gibt den mittellosen Liebhaber und macht sich gleichzeitig als vermögender Adliger Konkurrenz. Ob das gut geht? Dass Meister Stadinger, der übrigens auch noch Tierarzt ist, ein wachsames Auge darauf hat, dass sein Töchterchen keinen zügellosen Umgang mit dem Adel pflegt – es geht wohl um eine Verfehlung seiner Gattin –, tut sein Übriges. Auch die Absichten einer weiteren in Konrad verliebten Dame sind beim Brautwerben nur wenig hilfreich.

Mit dem heiteren Spiel um Liebe und Maskerade war Albert Lortzing bestens vertraut. Schließlich hatte er selbst oft genug Graf Liebenau in Zieglers Lustspiel-Vorlage verkörpert. Nach seiner missglückten »Undine« kehrte Albert Lortzing in dieser 1846 in Wien uraufgeführten Oper zu dem zurück, was er am besten konnte. Er gab den Figuren liebenswerte Eigenheiten und bettete die Komik in volkstümlich-anrührende Musik.

Wir danken der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt für ihre Unterstützung im Rahmen der Stückpatenschaft

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Pressestimmen

Jugendlich-frische Inszenierung von Lortzings »Waffenschmied«
23.02.2026, Ostthüringer Zeitung, von Dietmar Ebert

Wer glaubt, Lortzings »Waffenschmied« sei verstaubt und habe uns heute nichts mehr zu sagen, könne sich in Rudolstadt eines Besseren belehren lassen, so Dietmar Ebert nach der Premiere in der Ostthüringer Zeitung. Denn die Inszenierung, führt er aus, »fasziniert durch jugendliche Spielfreude und ausgezeichnete Gesangsleistungen eines homogenen Ensembles und eines stets präsenten Chores«. Die Thüringer Symphoniker spielten gemeinsam mit den Solisten und Choristen »genau in dem Rhythmus, den Lortzings Oper braucht«. Darüber hinaus hebt der Kritiker das »hohe darstellerische und gesangliche Niveau des Chores« hervor: Marie habe ein »überzeugendes Rollenporträt der für ihre Liebe einstehenden jungen Frau« gegeben. Knappe Georg habe mit »starker Bühnenpräsenz« überzeugt und Konrad/Graf von Liebenau durch sein gewitztes Spiel und warmes Timbre. Stadinger stach hervor durch »Züge eines reifen Mannes, eigensinnig, ein bisschen schrullig und doch warmherzig«, und »selbst kleinere Rollen des adäquaten Solistenensembles waren adäquat besetzt«, so Dietmar Ebert. Das Premierenpublikum in Rudolstadt sei von der »jugendlich-frischen, temporeichen Inszenierung« und der hohen musikalischen Qualität begeistert gewesen, resümiert der Kritiker.

Fazit: Kulturereignisse des Tages
21.02.2026, Deutschlandfunk Kultur, von Georg Kasch (im Gespräch mit Gabi Wuttke)

Georg Kasch zeigt sich beeindruckt vom Zugriff auf »Der Waffenschmied« von Albert Lortzing. Bernhard Stengele verlege das Geschehen in ein museales Zeughaus mit »Mosketen an den Wänden« und lasse Handwerker als Laientheatergruppe auftreten. »Im Kern bleiben sie doch so Menschen von heute« und kommentieren das Geschehen »auf so eine zugewandte Art und Weise«, so Kasch. Dieses Spiel im Spiel passe »ganz wunderbar zu dieser Oper«. Stengele bewahre sich »eine große Lust am Geschichtenerzählen« und eine »echte humanistisch-kritische Haltung«. Problematische Seiten – etwa der »ziemliche Macho« Stadinger – würden nicht geglättet, zugleich lasse die Regie »den Figuren ihre Emotionen«. Gerade dadurch wirke der Abend frisch und gegenwärtig: Aus einem »hübschen Liedchen« für Marie werde »ein echtes feministisches Statement«. Die jungen Sängerinnen und Sänger überzeugten mit »umwerfender Spiellust« und klängen »wirklich bühnenreif«. Kaschs Fazit: »Mich hat dieser Abend wirklich gekriegt und glücklich gemacht.« Lortzing sei wieder spielbar, wenn man ihn mit Freude und Frische anpacke.


Stückinfos

Premiere: 21.02.2026
Spieldauer: 2 h 15 min / inkl. einer Pause
Spielort: Rudolstadt, Großes Haus

Pressestimmen

Jugendlich-frische Inszenierung von Lortzings »Waffenschmied«
23.02.2026, Ostthüringer Zeitung, von Dietmar Ebert

Wer glaubt, Lortzings »Waffenschmied« sei verstaubt und habe uns heute nichts mehr zu sagen, könne sich in Rudolstadt eines Besseren belehren lassen, so Dietmar Ebert nach der Premiere in der Ostthüringer Zeitung. Denn die Inszenierung, führt er aus, »fasziniert durch jugendliche Spielfreude und ausgezeichnete Gesangsleistungen eines homogenen Ensembles und eines stets präsenten Chores«. Die Thüringer Symphoniker spielten gemeinsam mit den Solisten und Choristen »genau in dem Rhythmus, den Lortzings Oper braucht«. Darüber hinaus hebt der Kritiker das »hohe darstellerische und gesangliche Niveau des Chores« hervor: Marie habe ein »überzeugendes Rollenporträt der für ihre Liebe einstehenden jungen Frau« gegeben. Knappe Georg habe mit »starker Bühnenpräsenz« überzeugt und Konrad/Graf von Liebenau durch sein gewitztes Spiel und warmes Timbre. Stadinger stach hervor durch »Züge eines reifen Mannes, eigensinnig, ein bisschen schrullig und doch warmherzig«, und »selbst kleinere Rollen des adäquaten Solistenensembles waren adäquat besetzt«, so Dietmar Ebert. Das Premierenpublikum in Rudolstadt sei von der »jugendlich-frischen, temporeichen Inszenierung« und der hohen musikalischen Qualität begeistert gewesen, resümiert der Kritiker.

Fazit: Kulturereignisse des Tages
21.02.2026, Deutschlandfunk Kultur, von Georg Kasch (im Gespräch mit Gabi Wuttke)

Georg Kasch zeigt sich beeindruckt vom Zugriff auf »Der Waffenschmied« von Albert Lortzing. Bernhard Stengele verlege das Geschehen in ein museales Zeughaus mit »Mosketen an den Wänden« und lasse Handwerker als Laientheatergruppe auftreten. »Im Kern bleiben sie doch so Menschen von heute« und kommentieren das Geschehen »auf so eine zugewandte Art und Weise«, so Kasch. Dieses Spiel im Spiel passe »ganz wunderbar zu dieser Oper«. Stengele bewahre sich »eine große Lust am Geschichtenerzählen« und eine »echte humanistisch-kritische Haltung«. Problematische Seiten – etwa der »ziemliche Macho« Stadinger – würden nicht geglättet, zugleich lasse die Regie »den Figuren ihre Emotionen«. Gerade dadurch wirke der Abend frisch und gegenwärtig: Aus einem »hübschen Liedchen« für Marie werde »ein echtes feministisches Statement«. Die jungen Sängerinnen und Sänger überzeugten mit »umwerfender Spiellust« und klängen »wirklich bühnenreif«. Kaschs Fazit: »Mich hat dieser Abend wirklich gekriegt und glücklich gemacht.« Lortzing sei wieder spielbar, wenn man ihn mit Freude und Frische anpacke.

Mitwirkende

Musikalische Leitung: Oliver Weder
Regie: Bernhard Stengele
Bühne und Kostüme: Ronald Winter

Hans Stadinger, Waffenschmied: Karim Mayer / Lucas Reis
Marie, seine Tochter: Mariko Krohne / Rebecca Suta
Graf von Liebenau: Valentin Schneider / Elie Valdenaire
Georg, sein Knappe: Samuel Robertson / Hong Zhou
Ritter Adelhof: Oliver Hirte / Bruno Szabó
Irmentraut, Maries Erzieherin: Johanna Hauptstock /Merit Nath-Göbl
Brenner, Gastwirt: Pascal Leonhardt / Florian Michels
Es spielen: Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt


Termine

Ausser Haus

So, 26.04.2026, 15:00 Uhr
Bad Lauchstädt, Goethe-Theater