Jolanthe

Oper von Peter I. Tschaikowski
Libretto von Modest Tschaikowski

Nach dem Schauspiel »König Renés Tochter« von Henrik Hertz / Kooperation mit dem Theater Nordhausen

»Liebe macht blind«, heißt es für gewöhnlich. In Peter I. Tschaikowskis letzter Oper »Jolanthe« ist es anders: Erst die Liebe macht die Titelheldin überhaupt sehend. Die junge Frau, Tochter des provenzalischen Königs René, ist seit jeher blind. Doch sie weiß nichts davon. Um sie vermeintlich zu schützen, wird ihr dies von ihrem Umfeld verschwiegen, genauso wie die Tatsache, dass sie eine Prinzessin ist. Erst ein Fremder holt sie aus ihrer paradiesischen Scheinwelt: Der burgundische Ritter Vaudémont offenbart Jolanthe, dass sie blind ist und leitet damit ihren Heilungsprozess ein, an dessen religiös überhöhtem Ende sie Kraft der Liebe und Dank ihres eigenen starken Willens endlich sehen kann.
»Ich suche«, so Tschaikowsky einmal über den für ihn idealen Opernstoff, »ein intimes, aber starkes Drama, das auf Konflikten beruht, die […] mich im Innersten berühren können«. In dem lyrischen Drama »König Renés Tochter« des dänischen Schriftstellers Henrik Hertz (1798–1870) mit seinem zutiefst menschlichen Erleben und einer ungemein poetischen Kraft fand der Komponist genau das, wonach er suchte. Sein Bruder Modest verfasste das Libretto. Der innige, oftmals kammermusikalisch anmutende Tonfall der Musik beschreibt eindrucksvoll den Weg der Titelfigur vom Dunkel ins Licht.

Übrigens: Dass wir Wichtiges im Leben nicht über die Augen, sondern über das Herz wahrnehmen, hat einst der französische Schriftsteller Antoine Saint-Exupéry in seiner Erzählung »Der kleine Prinz« (1943) beschrieben: »Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.«

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Pressestimmen

Tschaikowskys »Jolanthe« in Rudolstadt: Umjubelte Premiere begeistert Publikum im Schiller-Theater
01.02.2026, Ostthüringer Zeitung, von Dietmar Ebert

Die »umjubelte Premiere« beeindruckte durch »eine überzeugende Regie (Marian Kalus) sowie ein stimmiges Bühnenbild (Carolin Flucke)«, schreibt Dietmar Ebert in der Ostthüringer Zeitung. Der Abend habe bewiesen, dass die selten gespielte Oper »durchaus ins Repertoire eines Stadttheaters« gehört. Dafür brauche es »neben einem tragfähigen Regiekonzept ein ausgezeichnetes Sängerensemble und ein Orchester, das den Gesangssolisten einen farbenreichen Klangteppich bereitet«. Beides ist in Rudolstadt vorhanden, so Ebert. Insgesamt habe sich ein homogenes Ensemble gezeigt, in dem Jolanthe (Julia Ermakova) und Graf Vaudémont (Kyounghan Seo) »die Leuchtkraft ihrer Stimmen auf schönste Weise« entfalteten und damit besonders herausragten. »Eine gelungene Inszenierung«, schließt Ebert die Kritik ab und lobt außerdem »den phantastisch singenden Chor sowie die lyrisch-sinfonisch aufspielenden Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt unter ihrem Chefdirigenten Oliver Weder«.


Stückinfos

Premiere: 18.04.2026
Spieldauer: 1 h 40 min / keine Pause
Spielort: Rudolstadt, Großes Haus
Hinweise: In russischer Sprache mit dt. Übertiteln

Pressestimmen

Tschaikowskys »Jolanthe« in Rudolstadt: Umjubelte Premiere begeistert Publikum im Schiller-Theater
01.02.2026, Ostthüringer Zeitung, von Dietmar Ebert

Die »umjubelte Premiere« beeindruckte durch »eine überzeugende Regie (Marian Kalus) sowie ein stimmiges Bühnenbild (Carolin Flucke)«, schreibt Dietmar Ebert in der Ostthüringer Zeitung. Der Abend habe bewiesen, dass die selten gespielte Oper »durchaus ins Repertoire eines Stadttheaters« gehört. Dafür brauche es »neben einem tragfähigen Regiekonzept ein ausgezeichnetes Sängerensemble und ein Orchester, das den Gesangssolisten einen farbenreichen Klangteppich bereitet«. Beides ist in Rudolstadt vorhanden, so Ebert. Insgesamt habe sich ein homogenes Ensemble gezeigt, in dem Jolanthe (Julia Ermakova) und Graf Vaudémont (Kyounghan Seo) »die Leuchtkraft ihrer Stimmen auf schönste Weise« entfalteten und damit besonders herausragten. »Eine gelungene Inszenierung«, schließt Ebert die Kritik ab und lobt außerdem »den phantastisch singenden Chor sowie die lyrisch-sinfonisch aufspielenden Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt unter ihrem Chefdirigenten Oliver Weder«.

Mitwirkende

Musikalische Leitung: Oliver Weder
Inszenierung: Marian Kalus
Bühne, Kostüme: Carolin Flucke
Videoprojektionen: Hannah Robinson
Choreinstudierung: Markus Fischer
Dramaturgie: Dr. Juliane Hirschmann

Jolanthe, Tochter des Königs René: Julia Ermakova
Graf Vaudémont, ein burgundischer Ritter: Kyounghan Seo
René, König der Provence: Philipp Kranjc
Robert, Herzog von Burgund: Florian Tavic
Ibn-Hakia, ein maurischer Arzt: Jung-Uk Oh
Martha, Jolanthes Amme: Anja Daniela Wagner
Bertrand, der Mann von Martha: Thomas Kohl
Brigitta: Yuval Oren
Laura, Hofdame Jolanthes: Rina Hirayama
Almeric: Wonjun Joo
Mit: Opernchor des Theaters Nordhausen, Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt


Termine

Di, 12.05.2026, 15:00 Uhr
Rudolstadt, Großes Haus

Karten


Letzte Vorstellung

Sa, 16.05.2026, 19:30 Uhr
Rudolstadt, Großes Haus

Karten