Anne Kies und Steffen Mensching lesen aus dem Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch
Vor fünfzig Jahren, am 17. Oktober 1973, starb Ingeborg Bachmann. Ihr tragischer Tod in Rom wurde in der Vergangenheit oft mit dem Bruch ihrer Beziehung zu Max Frisch in Verbindung gebracht. Der jetzt vorliegende Briefwechsel zwischen den beiden Autoren, die von 1958 bis 1963 ein Liebespaar waren, verdeutlicht, dass einfache Schuldzuweisung zu kurz greifen und ihrer Partnerschaft nicht gerecht werden. Bachmann und Frisch kämpften nicht nur gegeneinander, sondern auch um die Bewahrung ihrer Liebe, ihre Briefe erzählen von vertrauensvoller Nähe, vom Versuch, Literaturproduktion und Lebensalltag zu verbinden, sich Handlungsfreiheit zu gewähren, aber Sicherheit zu garantieren. Es sind Dokumente großer Gefühle, verblüffender Einsichten und bitterer Erkenntnisse, verfasst von zwei Schriftstellern, die zu Klassikern der modernen deutschen Literatur wurden.
Spielort: Rudolstadt, Schminkkasten
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