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28.10.2026 / Allgemein

Vorgestellt: Anahita Müller, Regieassistentin und Inspizientin

Mal auf der Bühne, mal dahinter, Hauptsache Theater. Anahita ist ausgebildete Musical-Darstellerin und seit September als Regieassistentin und Inspizientin am Schiller-Theater. Wir stellen sie vor.

Du bist neu bei uns – wer bist du und was machst du am Theater?

Ich bin Anahita und seit Anfang September als Regieassistentin und Inspizientin am Haus.

Was hast du gemacht, bevor du nach Rudolstadt gekommen bist?

Ich bin eigentlich ausgebildete Musical-Darstellerin. Diesen Sommer habe ich bereits als Regieassistenz gearbeitet, bei den Störtebeker-Festspielen. Und davor bin ich ein Jahr mit Krimi-Dinner und einer Best-of-Disney-Show durch Deutschland getourt. Zuvor habe ich immer mal wieder an kleinen Theatern gearbeitet, mal als Schauspielerin, mal als Sängerin. Auch auf einem Kreuzfahrtschiff war ich mal für sechs Monate unterwegs, oder auch in einem Resort. Mal auf der Bühne, mal hinter der Bühne, Hauptsache Theater.

Was begeistert dich am Theater?

Ich singe schon seit ich klein bin und bin immer gerne ins Theater oder in die Oper gegangen. Als ich mich zur Schulzeit gefragt habe, was ich nach dem Abi mache, lag zufällig im Sekretariat ein Flyer für einen Schauspielworkshop aus. Das wollte ich ausprobieren und dann nahm alles seinen Lauf.

Du bist als Inspizientin und auch als Regieassistenz tätig – was macht man da eigentlich?

Als Regieassistenz ist man vorwiegend während der Probenzeit dabei und kommuniziert zwischen der Regie und den anderen Gewerken. Als Inspizientin betreut man die Vorstellungen und gibt die Zeichen für Licht und Ton – man dirigiert sozusagen die Vorstellungen.

Hat sich dein Blick auf Theater verändert, jetzt, wo du hinter der Bühne stehst?

Ja, denn man erhält viel mehr Einblicke von dem, was hinter den Kulissen passiert und sieht, wie viel Arbeit und Planung dahinter steckt. Vor allem von Gewerken, die nicht selbst auf der Bühne stehen: Bühnenbilder müssen gebaut, Requisiten besorgt, Spielpläne gestaltet und Proben geplant werden. Es steckt ein riesiger organisatorischer Aufwand dahinter.

Wenn du dich entscheiden müsstest: Musik oder Schauspiel?

Wenn ich mir einen Gesangs- oder Opernabend vorstelle, wo nicht gespielt wird, dann finde ich die Vorstellung sehr trocken. Wenn man singt und Lieder interpretiert, dann spielt man auch. Das kann man nicht trennen. Und umgekehrt, ein Schauspiel ohne Musik – Musik unterstützt ja die Emotionen und beeinflusst uns – das kann ich mir auch nicht vorstellen. Beides gehört zueinander.

Was machst du gerne neben dem Theater, in deiner Freizeit?

Ich verbringe gerne Zeit mit meinen Freunden, die jetzt leider überall verstreut sind. Deswegen versuche ich so oft wie möglich nach Hause zu fahren oder sie zu besuchen. Und wenn ich hier bin gehe ich zum Sport. Ich habe ein Fitnessstudio direkt um die Ecke. Ansonsten höre ich gerne Musik, koche gerne, lese oder bastle ein bisschen.

Auf deinem Schauspielprofil steht, du kannst Boxen. Wie kam es dazu?

Wir hatten während der Ausbildungszeit einen Box-Workshop, den habe ich absolviert. Danach habe ich mir für meine Switch-Konsole Fitness Boxing gekauft, um mich fit zu halten, wenn ich auf Tour bin. Das kann man auch auf kleinem Raum machen und da habe ich viel Spaß dran. Ich war jetzt lange nicht an einem Ort, wo es sich gelohnt hätte anzufangen, aber es interessiert mich noch sehr.

Hast du schon einen Ort hier gefunden, an dem du besonders gerne bist?

Ja, es gibt da zum Beispiel ein Café bei der Heidecksburg. Viel erkundet habe ich noch nicht. Aber es ist schön, so viel Natur um sich herum zu haben. Ich mag auch die kleine, aber feine Innenstadt.

Worauf freust du dich für deine Zeit hier besonders?

Ich freue mich darauf, wieder regelmäßig ins Theater gehen zu können. Wenn man viel unterwegs ist, hat man dazu oft keine Gelegenheit oder steht selbst auf der Bühne. Und ich freue mich darauf, einfach wieder Kunst aufzusaugen und von künstlerisch schaffenden Menschen umgeben zu sein.


25.06.2026 / Allgemein

Vorgestellt: Görkem Çiçek, koordinierender Solocellist

Cellist Görkem Çiçek
Cellist Görkem Çiçek

Bei den Violoncelli der Thüringer Symphoniker gibt es seit dieser Spielzeit einen neuen Klang: Görkem Çiçek übernimmt dort eine flexibel wechselnde Rolle im Zusammenspiel der Gruppe. Heute stellen wir ihn vor.

Wer bist du und wo arbeitest du?

Mein Name ist Görkem Çiçek und ich bin seit Januar 2026 im Orchester.

Wie bist du zum Schiller-Theater gekommen?

Es gab eine offene Stelle, auf die ich mich beworben habe. Solche Wege sind für Musiker oft nicht planbar – man weiß nie genau, wo man am Ende landet. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass es geklappt hat und ich hier anfangen konnte. Davor war ich in Hildesheim als Solocellist im Theater tätig. Außerdem habe ich unter anderem bei den Bielefelder Philharmonikern gespielt, in Festivalorchestern sowie in verschiedenen Kammermusikprojekten, etwa an der Neuss Kammerakademie.

Du bist koordinierender Solocellist. Was bedeutet das konkret?

In unserem Orchester ist das etwas Besonderes: Wir haben zwei koordinierende Solocellisten, die gemeinsam am selben Pult sitzen. Wir wechseln uns projektweise in der Führung ab – mal übernehme ich, mal meine Kollegin. Das bedeutet auch, dass wir je nach Rolle unterschiedlich arbeiten: einmal eher führend und gestaltend, einmal stärker zuhörend und begleitend. Diese Flexibilität ist anspruchsvoll, aber sehr bereichernd – musikalisch und im Miteinander.

Was machst du, wenn keine Proben oder Konzerte sind?

Dann beginnt die Vorbereitungsarbeit. Es kommen neue Programme, neue Noten und Markierungen, die wir gemeinsam oder individuell erarbeiten. Dazu gehört auch das Üben zu Hause. Der Beruf besteht nicht nur aus Proben und Konzerten, sondern auch viel aus Vorbereitung.

Was macht eine gute Zusammenarbeit im Orchester für dich aus?

Für mich sind Vertrauen und Verständnis am wichtigsten. Man muss zunächst mit sich selbst im Reinen sein und seine eigenen Stärken und Grenzen kennen. Ebenso wichtig ist eine konstruktive Kommunikation. Kritik gehört dazu, aber sie sollte respektvoll sein und auch zeigen, wie etwas besser gemacht werden kann.

Was macht das Cello für dich besonders?

Das Cello ist für mich sehr nah an der menschlichen Stimme. Es hat viele Klangfarben und eine große Ausdrucksvielfalt. Der Klang ist sehr warm und direkt. Ich kann ihn sehr lange hören, ohne dass er mich ermüdet. Deshalb bin ich bei diesem Instrument geblieben.

Die nächste Spielzeit steht vor der Tür – worauf  freust du dich besonders?

Ich freue mich besonders auf ein Werk von Mahler (3. Sinfoniekonzert). Als großer Mahler-Fan ist das für mich ein Highlight der Spielzeit.

Wie würdest du dich selbst beschreiben?

Ich würde mich als offen, neugierig und diszipliniert beschreiben. Disziplin ist für mich wichtig, um konzentriert zu arbeiten und Dinge konsequent umzusetzen. Gleichzeitig bin ich offen für neue Meinungen und Ideen, solange der Umgang respektvoll bleibt.

Was machst du in deiner Freizeit?

Ich mache viel Sport, vor allem Krafttraining, aber auch Joggen und Schwimmen. Außerdem spiele ich gerne Computer, lese und treffe mich mit Freunden. Der soziale Austausch ist mir auch wichtig.

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Für mich persönlich wünsche ich mir Gesundheit – körperlich und mental. Für das Theater wünsche ich mir weiterhin gute Programme, spannende Projekte und ein starkes Miteinander. Und für die Welt wünsche ich mir mehr Verständnis, weniger Konflikte und mehr Gleichbehandlung.


12.06.2026 / Allgemein

Theater verbindet: 31. SchülerTheaterTreffen im Schminkkasten

Fridolin Zaugg, Jörg Reichl, Alexandra Bardua und Steffen Mensching (v.l.n.r.) sprechen Grußworte auf der Bühne vor Schülerinnen und Schülern.
Fridolin Zaugg, Jörg Reichl, Alexandra Bardua und Steffen Mensching (v.l.n.r.) sprechen Grußworte auf der Bühne vor Schülerinnen und Schülern.

Vier Schulen, vier Stücke, ein gemeinsamer Theatertag: Beim 31. SchülerTheaterTreffen am 11. Juni verwandelte sich der Rudolstädter Schminkkasten erneut in einen lebendigen Treffpunkt für junge Theaterbegeisterte. 66 Schülerinnen und Schüler aus vier Schulen zeigten mit »Aschenputtel«, »Weihnachten bei Familie Lampenschirm«, »Alice im Wunderland« und »Frankenstein«, wie vielfältig Schultheater sein kann. Doch das SchülerTheaterTreffen lebt nicht allein von den Aufführungen. Das gemeinsame Warm-up, aber auch die »Best of’s« und Nachgespräche zeigten, worum es an diesem Tag geht: miteinander spielen, voneinander lernen und die Freude am Theater teilen. Begleitet von 13 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern entstand so ein Tag voller Kreativität, Begegnungen und neuer Impulse für junge Theaterschaffende der Region.